Vor jedem Projekt steht eine Frage, die selten richtig gestellt wird: Was soll das eigentlich können, für wen, in welchem Kontext, mit welchem Geschäftsmodell dahinter? Wir denken Software als Geschäft, nicht als Feature-Liste.
Strategie ist keine Folie mit Pfeilen. Sie ist die Disziplin, vor der ersten Codezeile zu klären, was an diesem Ding eigentlich Wert schaffen soll — und was die teuersten Annahmen sind, die wir gerade machen.
Was ist das Geschäftsmodell? Wo liegt die Marge? Was passiert, wenn das System wächst — wird es profitabler oder unrentabler? Diese Fragen entscheiden über Architektur-Entscheidungen, lange bevor Tech-Stack-Diskussionen beginnen.
Jedes Software-Projekt sitzt auf einem Berg unausgesprochener Annahmen — über Nutzer, über Mengen, über Geschwindigkeiten, über Bezahlbereitschaft. Wir machen diese sichtbar, gewichten sie nach Risiko, und prüfen die teuersten zuerst.
Manchmal ist die ehrlichste Strategie, ein Projekt nicht zu starten. Oder es viel kleiner zu starten als geplant. Oder zu kaufen statt zu bauen. Wir sagen das, auch wenn es uns selbst kostet.
Die teuersten Software-Fehler werden in PowerPoint gemacht, nicht in der IDE.
Strategie ist die richtige Disziplin, bevor sechsstellige Beträge in Software fließen. Sie ist auch die richtige Disziplin, nachdem sechsstellige Beträge versickert sind und niemand erklären kann, warum. Wenn du dir bei einem laufenden Projekt nicht mehr sicher bist, ob es Wert schafft — wir schauen ehrlich drauf.